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24 Umweltschutz ist Heimatschutz – die extreme Rechte und die Ökologie

Yannick Passeick, FARN – Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im

Naturschutz

Rechtsextreme Gruppierungen und Einzelpersonen engagieren sich im Natur- und Umweltschutz. Sie wehren sich gegen Gentechnik und Atomenergie. Sie plädieren für eine ökologische Landwirtschaft und für eine artgerechte Tierhaltung. Sie sind für die "heimische Biene" und gegen eingeschleppte Neobiota.
Die Grenzen zwischen den politischen Lagern scheinen zu verschwimmen, wenn es um sogenannte grüne Themen geht. Viele Forderungen der grünen Braunen decken sich mit denen von (Jugend-) Umweltverbänden und Naturschutzorganisationen. Erst bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass der rechte Natur- und Umweltschutz stets verknüpft ist mit rassistischen, biologistischen und völkischen Ideen – etwa mit den Neu-Rechten-Konzepten vom „Ethnopluralismus“ oder der „Umvolkung“

Die Teilnehmer_innen werden sensibilisiert für die historischen und die aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten Ideologien. Der Workshop versetzt die Teilnehmer_innen in die Lage demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster um Natur- und Umweltschutz zu identifizieren. Auf dieser Basis sollen auch Handlungsoptionen - im Sinne der Prävention und Intervention, diskutiert werden.


Yannick Passeick ist Bildungsreferent bei der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) der NaturFreunde und Naturfreundejugend Deutschlands. Der Themenschwerpunkt von FARN liegt im Bereich Rechtsextremismus(-prävention) und Naturschutz. In seinem Studium der Politik- und Rechtswissenschaften in Bielefeld und Helsinki hat er u.a. zu rechten Ideologien geforscht.