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28 Protest gegen Kohle

Ronja Bober und Max Sinterhauf, BUNDjugend BW

Bild: Tim Wagner

500m tief, 85km² Fläche, 100 Mio Tonnen geförderte Braunkohle pro Jahr (gerundete Zahlen). Das ist der Tagebau „Hambach“ bei Köln, das „größte Loch Europas“.
Dies ist nur einer von mehreren Braunkohle-Tagebauen in Deutschland, allein im Rheinland gibt es drei, aus denen aktuell Kohle gefördert wird. Die dazugehörige Kohleverstromung, mit die dreckigste Form der Energiegewinnung, arbeitet mit schon längst veralteten Technologien. Von Kultur- und Naturzerstörung über Ineffizienz und Feinstaub zu Umsiedlung und Klimawandel – es gibt vielfältige Gründe Widerstand zu leisten.

Wir werden in unserem Workshop ein besonderes Augenmerk auf das Rheinland legen, Europas größte CO2-Quelle. Dort gibt es seit mehr als sieben Jahren jährlich Klimacamps, seit 2012 eine Waldbesetzung, der BUND NRW reicht Klagen ein und die Bürgerinitiativen sind gut vernetzt. Im August 2017 haben dort drei Camps stattgefunden wo Alternativen aufgebaut wurden, viel Austausch stattfand und sich in Workshops und Podien weitergebildet wurde sowie zahlreiche Aktionen Zivilen Ungehorsams über die Bühne ginge.
Erzählen können wir aber auch aus der Lausitz, vom Klimacamp in Tschechien, der Blockade von Europas größten Kohlehafen in Amsterdam und vielen weiteren großen und kleinen Aktion, von Ankettaktionen, Ende Gelände und Menschenketten. Denn Kohle ist nicht nur lokal ein Problem, sondern global.

Nach einem kurzen Input zu Kohleabbau und dessen Auswirkungen, werden wir Geschichten des Widerstands erzählen. Dabei wollen wir von Utopien und der Klimagerechtigkeitsbewegung berichten aber auch Erfolge und Probleme aufzeigen.
Anschließend stehen wir für Fragen zur Verfügung und wollen Raum für einen gemeinsamen Austausch bieten.