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Wolf und Herdenschutz in Baden-Württemberg – Schwierigkeiten und Probleme in der Praxis

Anette Wohlfarth, Geschäftsführerin Landesschafzuchtverband BW

Baden-Württemberg ist Wolfserwartungsland. Die mögliche Rückkehr des Wolfes stellt Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter in Baden-Württemberg vor die Aufgabe, sich vorzubereiten und ihre Herden vor Wölfen zu schützen.
Dabei können die Projektpartner auf Erfahrungen aus Wolfsgebieten wie Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen zurückgreifen. Es ist jedoch unklar, ob sich diese Erfahrungen auch 1:1 auf die Verhältnisse der Nutztierhaltung in Baden-Württemberg übertragen lassen. Das landschaftliche Relief, die hohe Siedlungsdichte und die deutlich stärker als in anderen Regionen verbreiteten Formen der Hüte- und Wanderschafhaltung stellen zusammen genommen eine besondere Herausforderung für die Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen dar.

In unterschiedlichen Projekten wird die Integration von Herdenschutzhunden in Schaf- und Ziegenherden und der Aufbau spezieller Schutzzäune erprobt. Dabei wird auch untersucht, wie Schäfereibetriebe den Umgang mit den Hunden sowie den Aufbau der Schutzzäune möglichst praxisgerecht in den alltäglichen Betriebsablauf integrieren können. Hierfür stehen dem Projekt verschiedene Schaf- und Ziegenhalterbetriebe als Projektpartner zu Seite.

Die Ergebnisse und Erfahrungen werden dokumentiert und in Exkursionen und Schulungen an Nutztierhalterinnen und -halter weitervermittelt. Ziel ist es, ein Beratungsnetzwerk zum Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den Tierhalterinnen und Tierhaltern aufzubauen.

[Quelle: Homepage des Landesschafzuchtverbandes (LSV) BW, leicht abgeändert]

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