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Das Flächensparziel des Landes - Wege zur Netto-Null

Andrea Lindlohr MdL

Staatssekretärin im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg

A98 Bau Bild: BUND Uli Faigle

Die Landesregierung hat sich die „Netto-Null“ beim Flächenverbrauch bis 2035 zum Ziel gesetzt. Als Etappenziel soll der Flächenverbrauch auf maximal 2,5 ha täglich reduziert werden. Es besteht daher Handlungsbedarf. Die Netto-Null ist ein ambitioniertes Ziel und kommt der Quadratur des Kreises nahe, denn Flächenbedarfe werden nicht verschwinden. Ganz im Gegenteil: Durch die Klimakrise und die Unsicherheiten der Energieversorgung aufgrund des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine ist die Bedeutung der Energiewende noch offensichtlicher geworden. Auch die Transformationsprozesse von Wirtschaft und Verkehr sowie der Wohnraummangel werden weiterhin auch neue Flächenansprüche geltend machen, die auf verschiedenen Ebenen zu lösen sind. Gerade um einen Ausgleich mit den Bedürfnissen für den Natur- und Artenschutz hinzubekommen.Die konkurrierenden Belange dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Der Prozess zur Aufstellung eines neuen Landesentwicklungsplans (LEP) bietet hier eine große Chance. Es braucht aber auch kreative Lösungen auf allen politischen und planerischen Ebenen, angefangen beim LEP. Diese wollen wir nun über die bereits bestehenden Maßnahmen und Fördermöglichkeiten des Landes hinaus entwickeln, zur Diskussion stellen und umsetzen. Mit dem ambitionierten Ziel der „Netto-Null“ als Maßstab wollen wir als Land gemeinsam mit den Kommunen und Akteuren das mögliche erreichen.