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Förderung von Wildnis und Kulturlandschaft in den Schweizer Alpen - der Naturschutzansatz von Pro Natura

Dr. Urs Tester, Abteilungsleiter Biotope und

Arten, Pro Natura CH

 Bild: NABU Netz M. Scharping

Dr. Urs Tester, Pro Natura, Abteilungsleiter Biotope und Arten Förderung von Wildnis und artenreicher Kulturlandschaft in den Schweizer Alpen

Die Biodiversität steckt in der Schweiz in einer Krise. Von den untersuchten Artengruppen stehen 36% auf der Roten Liste und weitere 10% sind potentiell gefährdet. Der Verlust der Biodiversität schreitet auch in den Schweizer Alpen rasant voran. Weil die Naturvielfalt durch Natur und Kultur geprägt ist, setzt Pro Natura auf die Förderung von Wildnis und artenreicher Kulturlandschaft. Mit drei Beispielen von Projekten soll gezeigt werden wie Pro Natura zur Umsetzung dieser Strategie beiträgt: Das Waldreservat Val Cama. Die Projekte "Allegra Geissenpeter"- Aufwertung von Trockenstandorten durch die Wiederaufnahme einer extensiven Beweidung und die Auenrevitalisierung des Inns bei Bever. Der Vortrag geht zudem auf die beiden Nationalparkprojekte Parc Adula und Parco Locarnese ein und die Gründe, weshalb beide Projekte gescheitert sind.

 

Dr. Urs Tester (Jg 1959) hat an der Universität Basel Biologie mit Schwerpunkt Ökologie und Ethologie studiert und 1990 mit einer Arbeit zur Ökologie des Laubfroschs (Hyla arborea) promoviert. Seit 1991 arbeitet er bei der Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura (früher Schweizerischer Bund für Naturschutz). Er ist dort für die Schutzgebietsarbeit und für praktische Naturschutzprojekte zuständig und Mitglied der Pro Natura Geschäftsleitung. Er war Mitglied der Eidgenössischen Nationalparkkommission und Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten der Nationalparkprojekte Parc Adula und Parco Locarnese.