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Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) nach 2020 – Stand der Verhandlungen aus Naturschutzsicht

Konstantin Kreiser, Leiter Globale & EU-Naturschutzpolitik, NABU-Bundesverband

In keinen Bereich der EU-Politik fließt so viel Geld wie in die europäische Landwirtschaft. Aktuell sind es fast 40 Prozent des gesamten EU-Haushalts. Wenn auch die Unterstützung der Landwirtschaft in den Nachkriegsjahren in Europa durchaus sinnvoll war, wird in den letzten Jahren die Kritik an diesem hochkomplizierten, bürokratischen und ineffizienten Fördersystem der „Gemeinsamen Agrarpolitik der EU“ – kurz GAP genannt – immer lauter: Zu sehr profitieren die großen, hochintensiven Landwirtschaftsbetriebe, die ohnehin schon gut dastehen, zu wenig Geld fließt an kleinere Betriebe und viel zu wenig Geld bleibt für Umwelt und Naturschutz übrig.

Darüber hinaus ist durch die Vielzahl der unterschiedlichen Förderprämien und durch den enorm hohen Aufwand bei der Beantragung der Subventionen ein bürokratischer Wasserkopf entstanden, der niemandem hilft: nicht den Landwirten, nicht der Landwirtschaft, nicht der Umwelt und auch nicht den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Höchste Zeit, daran etwas zu ändern! Zurzeit wird die Gestaltung der nächsten Förderperiode von 2021 bis 2027 verhandelt – der NABU fordert ein Umdenken und eine Umgestaltung der GAP. Die Zahlungen müssen sich zukünftig am Gemeinwohl orientieren und eine naturverträgliche Landbewirtschaftung endlich angemessen honorieren.

Konstantin Kreiser bereichtet über die aktuellen Verhandlungen aus Naturschutzsicht.

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