Inhalt

Das Wunder von Mals – Ja zu Vielfalt und gesundem Lebensraum

Ulrich Veith, Bürgermeister der Marktgemeinde Mals

Seit einigen Jahren vereinnahmt der konventionelle Obstanbau mehr und mehr die Landschaft in Südtirol. Die Monokulturen rücken immer tiefer in die Alpentäler vor. Sie nehmen Flächen ein, auf denen bisher Kälber und Kühe weideten und Landwirtinnen und Landwirte Gemüse und Getreide anpflanzten.

Die Monokulturen, vor allem Apfel-Monokulturen, die der Biodiversität schaden sind das eine Problem. Ein anderes, noch viel schlimmeres, sind die krankmachenden Pestizide, die beim Obstanbau eingesetzt werden. Denn der giftige Sprühnebel, der bis zu 20 Mal im Jahr auf den Obst-Anbauflächen versprüht wird, verteilt sich durch den Wind über das gesamte Dorf.

In Mals gelang 2014 die europaweit erste erfolgreiche Volksabstimmung gegen den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. 76 Prozent der Bürgerinnen und Bürger entscheiden sich für eine Zukunft ohne Glyphosat und Co. und Mals soll zur ersten pestizidfreien Gemeinde Europas werden.

Wir freuen uns, den Bürgermeister der Gemeinde Mals, Herrn Ulrich Veith, begrüßen zu dürfen.