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4 Mehr als Grünzeug. Mit Urban Gardening die Stadt gestalten (Tagungsraum 2, Kleiner Saal, EG)

Katharina Ebinger, BUND BW; Angie Rother, GemeinsamGarten Konstanz; Britta Witt, Essbares Konstanz

 

Jenseits der Schrebergartenkultur entsteht eine neue Gartenkultur in der Stadt: Urbane Landwirtschaft! Freiflächen im urbanen Raum werden zu Nutzgärten haben erhebliche positive Nebeneffekte: Urbane Gärten wirken klimatisch ausgleichend, bringen Menschen verschiedener Kulturen zusammen, fördern den Gemeinsinn und sparen Energie und Treibhausgase ein. Sie sind Vorreiter eines neuen Urbanitätsverständnisses, indem sie die Trennung von Stadt und Land hinterfragen und die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion zur Diskussion stellen.

Im Workshop werden zwei Konstanzer Garten-Initiativen, die beide maßgeblich vom BUND Konstanz auf den Weg gebracht wurden, von ihren Erfahrungen berichten, außerdem wird es viel Raum für Fragen, Austausch und Diskussion geben (Wie gründet man so ein Projekt? Welche Stolpersteine gibt es? Wie findet man als Gruppe gut zusammen? Welche politischen Rahmenbedingungen sollten geschaffen werden?). Wer selber schon in einer Garten-Initiative aktiv ist, kann gerne Infomaterial dazu mitbringen. Es wird eine Auslagemöglichkeit geben.

Mit dabei sind:

GemeinsamGarten Konstanz | www.facebook.com/GemeinsamGarten

Unter dem Motto "Miteinander ackern - zusammen genießen" findet im GemeinsamGarten - ein Projekt im Verein Miteinander in Konstanz e.V. - Integration statt. Gemeinsam zu gärtnern schafft Raum für Begegnung und Austausch auf Augenhöhe. Geflüchtete und Beheimatete, Erwachsene und Kinder, lernen voneinander, welche Lebensmittel in den jeweiligen Ländern wachsen und können diese zusammen anbauen und zubereiten. Diese Art des Kennenlernens baut Vorurteile ab und zeigt die Gastfreundschaft und Offenheit auf beiden Seiten. Sein eigenes Essen zu säen, zu pflegen und zu ernten bringt zudem alle näher an die Herkunft von Nahrungsmitteln und steigert die Wertschätzung derselben. Biologischer Anbau war dabei Grundvoraussetzung, inzwischen werden auch Ansätze der Permakultur ausprobiert. Neben der gemeinsamen Gartenarbeit ist das gemeinsame Feiern genauso wichtig. Jeden dritten Sonntag im Monat trifft man sich im Garten zu einem Fest. Dort werden leckere Gerichte aus der Ernte des Gartens verspeist. So lernt man sich besser kennen und kommt ins Gespräch. Essbares Konstanz | www.bund-konstanz.de

Informatiker*innen, Architekt*innen, Ernährungsberater*innen, Musiker*innen, Student*innen - ein vielfältiges Team koordiniert gemeinsam zwei Gärten in der Konstanzer Innenstadt (Paradies und Petershausen). Dort heißt es seit 2015 "Pflücken erlaubt" statt "Betreten verboten". Dazu gehörend gibt es noch eine größere Gruppe, welche sich vor allem praktisch beim Säen, Vorziehen, Pflanzen, Pflegen und Ernten engagiert. Langfristig wird ein biologischen Schaugarten mit essbaren Pflanzen, kombiniert mit Permakultur-Elementen entstehen. Auch der BUND Garten im Palmenhauspark gehört zum Projekt.

Foto © GemeinsamGarten Konstanz