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15 Domäne Hohentwiel GbR – im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und ökonomischen Zwängen.

Dr. Hubertus Both, Domäne Hohentwiel, Singen

Der Hof auf dem Hohentwiel führt eine große Schäferei mit Hofverkauf, die sowohl Naturschutz betreibt als auch wirtschaftlich agiert. Zur Landschaftspflege werden verschiedene Beweidungsprojekte mit Schafen und Ziegen und Spezialmaschinen eingesetzt. Aus dem Obst der Streuobstwiesen werden Most und Edelbrände hergestellt.

Diese Exkursion gibt sowohl einen Einblick in die Landschaftspflege und den aktiven Naturschutz der Domäne Hohentwiel, als auch in die betriebswirtschaftliche Seite mit Haltungsbedingungen, Schlachtung und Vermarktung.

Der Hohentwiel ist ein 686 m hoher Berg im Hegau in der Nähe des Bodensees. Auf dem Berg befindet sich die Festungsruine Hohentwiel. Er ist der Hausberg Singens und besteht hauptsächlich aus einem Phonolith-Schlotpfropfen. Vor 15 Millionen Jahren begann eine Phase aktiven Vulkanismus, in der der Hohentwiel ein Vulkan war. In einer zweiten, vor ungefähr acht Millionen Jahren beginnenden, Vulkanismusphase konnte das Magma nicht mehr an die Oberfläche vordringen und bildete die charakteristische Quellkuppe, die in den Kaltzeiten des Quartärs durch Abtragungen der Gletscher freigelegt wurde. Die wichtigsten Gesteine, die den Berg aufbauen, sind Phonolith und Deckentuff. An Vegetation herrschen darauf Trockenrasen und Bewaldung vor. In den Felsen und Mauern der Ruine lebt beispielsweise die seltene Heuschreckenart "Italienische Schönschrecke".


Domäne Hohentwiel GbR
Dr. Hubertus Both, Hanne Pföst, Michael Thonnet
Hohentwiel 4
78224 Singen
Email: domaene-hohentwiel@gmx.net
Tel.: 07731 181406